• 10. - 13. November 2022
  • Messe Wien

Megatrend Wärmepumpe - Was kann sie wirklich?

Wärmepumpen liegen voll im Trend, aber ist das Energiesparpotential wirklich so groß, dass sich der Umstieg rentiert?

Was ist und was kann eine Wärmepumpe?

Wärme fließt auf natürliche Weise von heißeren zu kälteren Stoffen, aber lässt sich dieser Fluss auch umkehren? Wärmepumpen können genau das. Sie nehmen Wärme aus dem Erdreich, aus Wasser oder der Umgebungsluft auf und stellen so ein Mehrfaches ihres Energieverbrauchs zum Heizen zur Verfügung.

Eine Wärmepumpe steigert die Effizienz einer Heizung. Sie spart damit Ressourcen und zwar sowohl in ökologischer als auch finanzieller Hinsicht. Gerade für Sie als Besitzer eines neuen Hauses ist der Einbau einer Wärmepumpe naheliegend, denn sie wird über ihre ganze Lebensdauer Ihre Energierechnung wesentlich reduzieren.

Wie funktioniert eine Wärmepumpe?

Eine Wärmepumpe überträgt Wärmeenergie von außerhalb des Gebäudes ins Innere. In der Wärmepumpe zirkuliert ein Kühlmittel, das bei niedriger Temperatur verdampft. Diese Verdampfung kann durch Wärme aus dem Erdreich oder anderen Quellen erfolgen. Die Wärmepumpe komprimiert das Gas, das sich dadurch erhitzt. An diesem Punkt fällt der wesentliche Energieverbrauch der Wärmepumpe an. Das erhitzte Gas wird dann zur Heizung verwendet. Der Verdampfer in der Wärmepumpe senkt dabei den Druck, das Kühlmittel kondensiert wieder in den flüssigen Zustand und gibt dabei Wärme ab. Der Zyklus kann von neuem beginnen.


Die von der Wärmepumpe verbrauchte Energie wird also nicht direkt zur Heizung, sondern zum Transport von Wärmeenergie verwendet. Der Witz der Wärmepumpe liegt darin, dass für diesen Transport viel weniger Energie notwendig ist als für dieselbe direkt erbrachte Heizleistung.

© napa74
der Trend geht zu Wärmepumpe

Wie funktioniert eine Wärmepumpe?

Sie können damit rechnen, dass die von der Wärmepumpe abgegebene Heizleistung nur zu einem Viertel aus dem vom Gerät verbrauchten Strom stammt. Drei Viertel stammen aus der Wärme der Umgebung. Das bedeutet eine Vervierfachung der aufgewendeten Leistung. Praktisch brauchen Sie also statt vielleicht 400 Litern Öl nur 100 Liter. In besonderen Fällen ist sogar ein Faktor fünf erreichbar.

Woher stammt die Wärmeenergie der Wärmepumpe?

Die Wärmepumpe ist natürlich umso wirkungsvoller, je höher die von ihr aufgenommene Temperatur ist. Nachdem es in größerer Tiefe immer wärmer wird, ist ein Verdampfen des Kühlmittels im Erdreich die technisch beste, aber auch aufwendigste Lösung.
Am einfachsten ist die Nutzung der Wärme der Außenluft, weil keine aufwendigen Installationen erforderlich sind.

Was sind die Vor- und Nachteile einer Wärmepumpe?

Der offensichtlichste Vorteil besteht aus geringeren Heizkosten. Diese lassen sich noch weiter reduzieren, wenn Sie die Wärmepumpe mit einer Photovoltaikanlage kombinieren. Auf diese Weise können Sie den Bedarf an Energie aus dem Stromnetz auf ein Minimum senken.
Natürlich ist eine Wärmepumpe mit ihrer Installation nicht umsonst. Außerdem sind Wärmepumpen bewilligungspflichtig, wenn sie die Wärme von Grundwassser nutzen.


Gerade in der heutigen Situation scheint es aber geradezu geboten, diese Kosten aufzubringen und später nicht nur geringere Heizkostenrechnungen zahlen zu müssen, sondern überhaupt weniger von externen Energiequellen abhängig zu sein.

Weniger Heizkosten, ein niedrigerer CO2-Ausstoss und geringere Abhängigkeit vom Öllieferanten sind gute Argumente für die Installation einer Wärmepumpe in Ihrem Haus. Planen Sie einen Neubau, lässt sich eine Wärmepumpe mit dem geringsten Aufwand in die Planung integrieren. Geringere Kosten und trotzdem gemütlich geheizte Räume sind so auch zu tragbaren Kosten zu haben.