• 10. - 13. November 2022
  • Messe Wien

02.08.2022

How to beat the heat: Welche Art von Wohnungskühlungen gibt es?

Ist die Hitze in der Wohnung nur schwer auszuhalten, aber die Anschaffung einer Klimaanlage kommt nicht infrage? Kein Problem. Es gibt zahlreiche Alternativen zur Wohnungskühlung, die wir in diesem Beitrag zusammengetragen haben.

Text von Lilian Amina Derndler, BA, Content Management

Im Sommer kann es oft unerträglich heiß werden. Beton- und Asphaltflächen heizen sich auf und sorgen schnell für Außentemperaturen jenseits der 40° C. An erholsamen Schlaf ist in so mancher Sommernacht nicht zu denken. Wärmepumpen und Klimaanlagen kühlen Räume effektiv ab. Aufgrund ihrer recht hohen Anschaffungs-, Betriebs- und Instandhaltungskosten sind sie aber längst nicht für jeden erschwinglich. Einfache und kostengünstige Alternativen zur Wohnungskühlung können an heißen Sommertagen etwas Erleichterung verschaffen.

1. Das richtige Lüften sorgt für angenehme Raumtemperaturen

Lüften ist eine der effektivsten Maßnahmen für die Wohnungskühlung. Bei heißen Sommertemperaturen den ganzen Tag die Fenster geöffnet zu haben, ist allerdings kontraproduktiv.

Besser ist es, in den frühen Morgenstunden sämtliche Fenster aufzusperren und für Durchzug zu sorgen. So wird die verbrauchte, warme Luft gegen frische, kühle Luft ausgetauscht. Je gründlicher und länger das Lüften erfolgt, umso besser funktioniert die Wohnungskühlung. Spätestens wenn die Außentemperaturen ansteigen, werden sämtliche Fenster geschlossen und den ganzen Tag nicht mehr geöffnet. Spät am Abend, wenn es sich merklich abgekühlt hat, wird erneut gelüftet.

Das Lüften zu kühleren Tageszeiten kostet nichts und lässt sich normalerweise problemlos durchführen. Sie hat allerdings den Nachteil, dass die verbrauchte Luft tagsüber nicht ausgetauscht werden kann.

2. Die Sonne aussperren

Knallt die Sonne vom Himmel, sorgt dies für eine ordentliche Thermik. Daher sollten zur Wohnungskühlung alle Fenster mit direkter Sonneneinstrahlung tagsüber abgedunkelt werden. Am effektivsten sind Jalousien oder Sonnensegel, die außen vor dem Fenster angebracht sind. Sie halten die Sonnenstrahlen noch vor dem Eintritt in die Wohnung ab.

Alternativ kann der Sonnenschutz auch innen vor den Fenstern angebracht werden. Für die Wohnungskühlung eignen sich Vorhänge, Gardinen, Rollos oder einfach Decken und Tücher, die man vor die Fenster hängt. Wichtig ist, möglichst dichte und reflektierende Materialien zu verwenden.

3. Sonnenschutzfolien helfen bei der Temperaturregulierung

Im Fachhandel gibt es spezielle Sonnenschutzfolien, die an den Fenstern angebracht werden können. Sie reflektieren die einfallenden Sonnenstrahlen und sorgen für eine effektive Wohnungskühlung. Je nach Hersteller kann die Hitzeentwicklung durch Sonneneinwirkung um bis zu 80 % reduziert werden.

Sonnenschutzfolien haben den Nachteil, dass sie die Räume merklich verdunkeln. Zudem können sie nicht, wie beispielsweise Jalousien, ohne großen Aufwand wieder entfernt werden. Für die Wohnungskühlung eignen sie sich daher nur für Räume, die bei denen eine dauerhafte Beschattung unproblematisch ist. Eine ideale Einsatzmöglichkeit sind Schlafzimmer unter dem Dach, die sich schnell unangenehm aufheizen. Wird ein Dachfenster mit der Sonnenschutzfolie präpariert, kann die Raumtemperatur deutlich gesenkt werden.

4. Wohnungskühlung durch Ventilatoren

Streng genommen kühlt ein Ventilator die Luft nicht wirklich ab. Vielmehr sorgt er für einen kontinuierlichen Luftzug, was auf der Haut als angenehm frisch empfunden wird. Besonders komfortabel sind Modelle, die stufenlos einstellbar sind. Ventilatoren zur Wohnungskühlung sind oft schon für kleines Geld zu haben. Sie können gezielt dort aufgestellt werden, wo Kühlung benötigt wird.

Einige Menschen reagieren empfindlich auf Zugluft, sie bekommen schnell eine Erkältung oder einen steifen Nacken. Bei ihnen sollte der Ventilator nur indirekt eingesetzt werden. So kann der Ventilator in einer abgewandten Position aufgestellt und eine Schüssel mit Eiswürfeln davor platziert werden. Die so gekühlte Luft kann sich in der Wohnung verbreiten und etwas Erleichterung verschaffen.

5. Wärmeproduzenten aus der Wohnung verbannen

Nahezu alle Elektrogeräte strahlen Wärme ab, wenn sie genutzt werden. Selbst im Stand-by-Modus wird noch eine gewisse Abwärme produziert. Je mehr Elektrogeräte in Betrieb sind, umso mehr heizen sich insbesondere kleine Wohnungen auf. An besonders heißen Tagen sollten daher zur Wohnungskühlung alle Geräte, die nicht unbedingt gebraucht werden, vom Netz genommen werden. Auch Glühlampen produzieren viel Wärme. Das Licht sollte daher nur angeschaltet sein, wenn es notwendig ist.

Teppiche, Läufer, Decken und Kissen, die in kalten Monaten für warme Füße und ein gemütliches Sofa sorgen, sind an heißen Sommertagen kontraproduktiv. Die Fasern können Wärme gut speichern und geben diese kontinuierlich an die Umgebungsluft ab. Es kann die Wohnungskühlung unterstützen, wenn auf ein wenig Komfort verzichtet wird und die kuscheligen Wohnaccessoires zumindest zeitweise im Wandschrank verschwinden.

6. Helle Farben reflektieren Sonnenstrahlen

Wenn man ein schwarzes und ein weißes Blatt Papier nebeneinander in die Sonne legt, merkt man es schnell: Das schwarze Papier erhitzt sich deutlich schneller und intensiver als das weiße Papier. So können sich schwarze Lamellen vor den Fenstern in der Mittagssonne prima aufheizen und die Wärme nach innen abstrahlen. Sind diese dazu noch aus Metall, verstärkt sich dieser Effekt noch zusätzlich. Bei der Auswahl der Jalousien, Gardinen und Vorhänge sollte daher zumindest im Sommer darauf geachtet werden, dass möglichst helle Farben zum Einsatz kommen. Dunkle Möbel haben hier den gleichen Effekt - ein schwarzes Sofa und dunkelbraune Schränke erhitzen sich bei direkter Sonneneinstrahlung und geben diese Wärme an die Umgebungsluft ab.